Backen/ Lieblingsrezepte

Baumkuchen

Ich backe wirklich gerne. Nicht nur des Ergebnisses wegen. Wenn ich genervt oder schlecht drauf bin, dann liebe ich es mich in der Küche „einzusperren“ und meiner Kreativität am Backofen freien Lauf zu lassen. Neben dem Sport ist das meine Art runterzukommen und zu entspannen. Ich bleibe dabei gerne bei bereits erprobten Rezepten, bei denen ich weiß, dass sie mir gelingen und mir den verdienten Erfolgsmoment bescheren. Häufig habe ich aber auch Lust etwas Neues auszuprobieren.

Obwohl ich nicht gerade sagen würde, dass ich mit zwei linken Händen gesegnet bin, gibt es dennoch Rezepte, an die ich mich nicht ranwage. Vielleicht habe ich einfach zu viel Angst davor zu scheitern? Denn was kann einem (Hobby-)Koch bzw. Bäcker noch mehr den Tag vermiesen, als ein missglücktes Gericht oder Backwerk? Lange Zeit gehörte die Schwarzwälder-Kirsch-Torte dazu. Irgendwann habe ich es aber doch probiert und es war gar nicht so kompliziert!

Ähnlich ging es mir mit Baumkuchen. Der gehörte seit Kindertagen zur Weihnachtszeit bei uns auf den Tisch. Aber nie habe ich darüber nachgedacht ihn selbst zu machen. Man kennt ihn ja auch hauptsächlich in seiner bekannten runden Form mit Loch in der Mitte – wie sollte man das hinbekommen? Laut Wikipedia wird ein echter Baumkuchen „schichtweise an einem sich drehenden Spieß, der sogenannten Walze, gebacken“.

Als dann kürzlich der Bruder meines Freundes sagte „Boah auf Baumkuchen hätte ich aber auch mal wieder Lust“, triggerte mich das so sehr, dass ich mich am darauffolgenden Tag in die Küche stellte und meinen ersten Baumkuchen buk. Nicht in der bekannten Form, aber dennoch mindestens genau so lecker! Und was soll ich sagen – es ist gar nicht so schwer. Man braucht nur ein wenig Zeit und Aufmerksamkeit! Wenn man ihn in einer Auflaufform backt und anschließend in Würfel schneidet, lässt er sich auch wunderbar verschenken.

Baumkuchen

Dazu müsst ihr zunächst 250g Butter in der Mikrowelle schmelzen und mit 250g Zucker und einer Packung Vanillezucker sehr schaumig schlagen. Hier kommt meine KitchenAid zum Einsatz, damit die Masse auch schön schaumig wird. Ich empfehle euch auch unbedingt eine Küchenmaschine zu verwenden. In der Zwischenzeit könnt ihr nämlich schon einmal den Backofen aufheißen (Stufe 1 Grill) und sechs Eier trennen. Die Eigelbe kommen nach und nach in die Butter-Zucker-Masse. Das Eiweiss wird in einer separaten Schüssel mit dem elektrischen Handrührgerät steif geschlagen. Nehmt eine große Tasse und gebt 100g Marzipan sowie 3 EL Amaretto hinein. Die Tasse kommt dann für ein bis zwei Minuten in die Mikrowelle, bis das Marzipan weich ist und sich mit dem Amaretto verrühren lässt. Diese Masse kommt jetzt Löffelweise in das Butter-Zucker-Ei-Gemisch. Wenn alles ordentlich vermischt ist, werden 150g Mehl, 3 EL Backpulver und 100g Speisestärke im Wechsel mit dem steifgeschlagenen Eiweiss untergerührt. Dazu nehmt ihr am Besten einen großen Löffel, oder einen Teigschaber – auf keinen Fall die Küchenmaschine! So entsteht ein zähflüssiger Teig.

Nun fettet ihr eine Auflaufform ein und stäubt sie mit Mehl aus. Der Boden der Form wird dann mit ein wenig Teig bedeckt. So dünn wie es nur geht. Achtet darauf, dass alles gut verteilt ist, denn der Teig zerläuft beim Backen nur minimal. Die Auflaufform kommt nun in den Ofen. Nach ca. 3 Minuten sollte die erste Schicht braun sein. Je nach Ofen kann es auch schneller gehen oder länger dauern, deswegen solltet ihr unbedingt danach sehen. Holt die Form aus dem Ofen und gebt die zweite Schicht Teig darauf. Nun kommt die Form erneut in den Ofen bis auch die zweite Schicht gebräunt ist. So verfahrt ihr solange bis der Teig aufgebraucht ist. Je nach Größe der Auflaufform und Dicke der einzelnen Teigdecken bekommt ihr so mehr oder weniger Schichten heraus.

Ist die letzte Schicht gebacken. Lasst ihr den Baumkuchen (über Nacht) auskühlen. Fahrt am Rand der Form mit einem Messer entlang und stülpt die Form auf ein Brett. Wenn ihr Baumkuchenwürfel verschenken wollt, schneidet ihr den Kuchen zunächst in breite Streifen und trennt sie voneinander. Schmelzt ausreichen Kuvertüre (ca. 200g) und verziert die Streifen oben und an den Seiten mit der Schokolade. Solange sie noch nicht fest geworden ist, schneidet ihr aus den Streifen Würfel und lasst die Schokolade abkühlen.

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