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Brasserie Stadthaus

Brasserie Stadthaus

Endlich, endlich, endlich habe ich es geschafft der Brasserie Stadthaus einen Besuch abzustatten. Seit der Eröffnung Ende letzten Jahres wollte ich immer schon zum Essen kommen. Irgendwie hat es sich nie ergeben und wenn wir es spontan vorhatten, gab es oft keinen freien Tisch mehr – was einen natürlich nur noch ein weniger neugieriger macht, denn schließlich scheint es hier gut zu schmecken 😉

Da ich bereits im PÉGA vor einigen Jahren in den Genuss der hohen Kochkünste von Chefkoch und Teilinhaber Florian Conzen kommen durfte, hatte ich natürlich hohe Erwartungen an die Brasserie. Aber fangen wir mal ganz von Vorne an…

Das Restaurant ist zwar im DeMedici Hotel gelegen, hat jedoch auch einen eigenen Eingang und ist durch eine Bar vom Eingangbereich des Hotels getrennt. Man kommt sich hier also wirklich überhaupt nicht vor, als würde man im Hotel sitzen, was schonmal ein großer Pluspunkt ist!
Wir wollten zu viert mit zwei Pärchen essen gehen und haben uns um 19 Uhr in der an die Brasserie Stadthaus angeschlossenen Bar getroffen. Die Bar ist recht klein und protzig, aber gemütlich eingerichtet. Die Cocktailkarte hat mich zunächst erschlagen. Gut, dass wir 10 Minuten auf unsere Verabredung warten mussten – so hatte ich genügend Zeit zu blättern. Besonders gut finde ich, dass hier keine Standart-Cocktails angeboten werden. Für uns, als Gin Tonic-Trinker, ist außerdem das Gin Angebot sehr sehr reizvoll! Da wir „klein“ starten wollten, haben wir aber erst einmal nur Bier für die Männer und, wie es sich für ein französisches Restaurant gehört, Crémant für die Frauen bestellt. Dazu wurde selbstgemachtes Popcorn mit Trüffelöl gereicht – sehr fein!

 

Nach dem Aperitiv sind wir ins Restaurant rüber. Es war gut besucht, jedoch waren nicht alle Tische besetzt – noch nicht! Denn das änderte sich in der nächsten Stunde.
Unsere Bedienung war sehr freundlich und aufmerksam. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig es sein muss, weder zu aufdringlich, noch zu zurückhaltend zu sein, aber die Dame hat den Spagat sehr gut hinbekommen und war immer zur richtigen Zeit zur Stelle um Getränke nach zu schenken oder nach neuem Brot zu fragen. Apropos Brot – das Baguette, was hier zu Beginn mit Butter gereicht wird, ist absolut köstlich! Ich bin mir sicher, dass es selbstgemacht ist – es hat so toll geschmeckt, dass ich mich auch daran hätte satt essen können!

Zur Vorspeise haben wir Schnecken, Salat mit karamellisiertem Ziegenfrischkäse und Tranchen vom marinierten Hirsch mit Walnüssen und Tête de moîne bestellt. Alles durch sehr lecker. Ich hatte zunächst ein wenig Angst, dass die Portionen unterirdisch sein würden, aber im Vergleich zu anderen Restaurants liegt die Brasserie Stadthaus definitiv im Mittelmaß!

Brasserie Stadthaus
Da der Chef persönlich kurz vor Abgabe unserer Bestellung mit einem großen Stück Rumpsteak vom Kobe-Rind aus der Küche gekommen war, welches nicht auf der Karte stand, entschieden drei von uns sich für Steak et Frites, jedoch mit dem Kobe-Rumpsteak statt Entrecote. Das Fleisch war exzellent!!! Butterweich und zart, die richtige Garstufe und perfekt gewürzt. Die Frites – von hand geschnitten – und das gegrillte Gemüse, waren ebenfalls super. Das Gemüse hatte einen tollen Grillgeschmack! Dazu gab es Bernaise! Ich wählte Calamari frites, jedoch auf Wunsch gebraten und nicht gebacken. Da es sich hier wohl um eine Vorspeise handelt und außer Salat keine Beilage dabei war, habe ich es extra als Hauptgericht geordert – das kam wohl leider nicht in der Küche an… Geschmeckt hat es trotzdem und immerhin konnte ich mich doch noch an dem Baguette satt essen 😉 Nach dem Essen gab es noch Café und hausgemachte Pralinés.

Brasserie Stadthaus

Wie gesagt, hatte ich wirklich hohe Erwartungen an die Brasserie, aber auch einige Befürchtungen, auf Grund derer ich die gehobene Gastronomien doch recht selten besuche. Das ist zum einen die Tatsache, dass die Portionen oft sehr klein sind und die Preise im Vergleich doch sehr hoch. In der Brasserie ist weder das Eine noch das Andere ein Thema. Von den Portionen kann man sehr wohl satt werden (ansonsten gibt es immer noch das leckere Baguette ;)) und die Preise sind mehr als angemessen. Auch die Weine fangen bei um die 20€ (?) an! Klar, Luft nach oben ist immer, aber das bleibt ja dann jedem selbst überlassen. Neben dem 1A-Essen sind auch Service und Ambiente hervorzuheben. Im Hintergrund lief nette Musik zum „berieseln“, man sitzt sehr bequem und fühlt sich nicht eingeengt oder von anderen Gästen beobachtet.

Das Ende vom Lied? Ich werde definitiv nicht noch einmal 9 Monate warten, um in die Brasserie Stadthaus zurückzukehren.

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