Lieblingsrezepte

Zwiebelkuchen mit Blätterteig

Zwiebelkuchen

Kennt ihr das, wie Geschmäcker sich ändern? Wie man als Kind vielleicht keinen Rosenkohl, Weichkäse oder Oliven essen wollte, zwanzig Jahre später aber nicht genug davon bekommt? Das geht auch anders herum! Gerichte und Zutaten, die man als Teenie täglich essen konnte, heute aber gar nicht mehr runter kriegt. Hauptsächlich meine ich hier das ganze Fastfood. Kürzlich habe ich aus einer nostalgischen Anwandlung heraus Choco Pops (die mit dem Bären drauf – erinnert ihr euch?) mitgebracht. Als ich sie probierte, dachte ich nur „Oh mein Gott ist das süß, wie kann man sowas essen!“.

Ähnlich geht es mir heute übrigens auch mit Federweißer. Als Kind bzw. Jugendliche habe ich den neuen Wein geliebt. Eben weil er so schön süß war, man kaum merkte, dass man Alkohol trank und er trotzdem recht schnell seine Wirkung entfaltete. Das galt dann auch für den kommenden Morgen… Wenn es Federweißer gab, wusste ich zwei Dinge. Erstens: jetzt geht der Sommer vorbei. Zweitens: es gibt Zwiebelkuchen! Als ich dann kürzlich im Supermarkt ganz unverhofft den Federweißer fand, überkam mich auch direkt die Lust auf Zwiebelkuchen. Der Federweißer fand direkt seinen Weg in meinen Korb, aber was genau brauchte ich nochmal für den herzhaften Kuchen? Wird er mit Hefeteig oder Mürbeteig gemacht?

Schnell Mama bei What’s App geschrieben und schon klingelte das Telefon. „Ganz easy. Ich habe den Zwiebelkuchen immer mit Blätterteig gemacht. Dann brauchst du nur noch Speck oder Schinkenwürfel, jede Menge Zwiebeln, Eier und saure Sahne.“ Und wie sich hier wieder zeigt. Auf Mama ist Verlass. Das aufwendigste an dem Kuchen ist das Zwiebel schneiden, der Rest geht wirklich flott. Den Zwiebelkuchen kann man warm und kalt essen und auch zu jeder Gelegenheit. Mit einem großen gemischten Salat eignet er sich super als Mittag-oder Abendessen. In kleine Würfel geschnitten ist er perfekt für einen kleinen Aperitif.

Zwiebelkuchen

Ich habe ihn für unseren Zwei-Personen-Haushalt in einer kleinen Auflaufform gebacken. Ich habe alle Zutaten halbiert. Da ich ein wenig Blätterteig übrig hatte, habe ich einfach die Reste vom Rand der Form abgeschnitten und am Ende einfach noch ein paar kleine Käse-Schinken-Röllchen gemacht. Ihr könnt den Zwiebelkuchen aber auch auf einem Blech oder in einer Tarteform machen.

Für eine Springform braucht ihr eine Packung Blätterteig, 1 Becher saure Sahne, 150g Schinkenwürfel oder Speck, ca. 1 kg Gemüsezwiebeln, 2 Eier sowie Salz, Pfeffer und Muskat zum würzen. Holt den Blätterteig aus dem Kühlschrank und heizt den Ofen auf 180 Grad vor. Eine Springform legt ihr mit Backpapier aus. Dann putzt und halbiert ihr die Zwiebeln schneidet sie in dünne Halbringe. In einer Pfanne erhitzt ihr ausreichend Fett, am Besten Butterschmalz, und lasst die Zwiebeln bei mittlerer Hitze so lange schmoren, bis sie so richtig schön weich sind. Währenddessen könnt ihr auch die Schinkenwürfel bzw. den Speck dazu geben. In einer Schüssel verrührt ihr die saure Sahne mit den Eiern, Salz, Pfeffer und Muskat.

Wenn die Zwiebeln fertig sind, lasst ihr sie kurz abkühlen und gebt sie dann in die Schüssel mit dem Saure-Sahne-Ei-Gemisch. Die Springform wird mit dem Blätterteig ausgelegt. Achtet darauf, dass ihr einen Rand hochziegt. Dann kommt die Zwiebelmischung darauf. Im Ofen so lange backen, bis die Masse goldbraun ist. Entweder noch laufwarm essen oder auskühlen lassen. Man kann ihn am nächsten Tag auch wunderbar kurz in der Mikro anwärmen.

Und um noch einmal zum Federweißer zurück zu kommen. Den gab es bei uns dann dazu. Aber nach einem Schluck war klar, dass sich auch hier mein Geschmack verändert hat und ich doch lieber bei einem trockenen Weißwein bleibe 😉

 

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